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Agiles Anforderungsmanagement für agile Projekte

Matthias Gärtner

Gründer und Geschäftsführer der RUHR PM GmbH

Tagung des Bitkom-Arbeitskreises "Projektmanagement" in Berlin

Unser Gastgeber für die Tagung des Arbeitskreises war die ]init[ AG. Sie stellte uns für diese Veranstaltung ihren sehr schönen Tagungsraum mit Blick auf die Spree sowie eine geschichtsträchtige Mauer zur Verfügung. Zu Beginn stellte Herr Jan Giesau das Unternehmen kurz vor.

Mit über 40 Teilnehmern war die Veranstaltung sehr gut besucht. Sie war komplett ausgebucht, sodass spätere Anmeldungen leider nicht mehr berücksichtigt werden konnten.


Werte und Prinzipien für das Anforderungsmanagement

In dem ersten Vortrag berichtete Herr Daniel Wichert von der Capgemini Deutschland über die Einflüsse agiler Werte und Prinzipien auf das Anforderungsmanagement in Softwareentwicklungsprojekten. Von den Prinzipien des "Agilen Manifest" und den Werten aus dem "Scrum Guide" (Commitment, Mut, Fokus Offenheit, Respekt) schlug er die Brücke zum agilen Anforderungsmanagement.

Er wies darauf hin, dass es hilfreich und effektiv ist es, schon im Anforderungsmanagement die gleichen Instrumente  wie für die Umsetzung zu nutzen. Zum Beispiel können das Produktbacklog oder User Story sein. Auf der Basis einer hohen Transparenz über die vorliegenden Ergebnisse sowie einer regelmäßigen Überprüfung und Anpassung im Umsetzungsprozess lassen sich die neuen Anforderungen besser beschreiben und effektiver umsetzen.


Anforderungsmanagement im öffentlichen Dienst

In einem weiteren Beitrag berichtete Jelena Mura, ebenfalls von Capgemini Deutschland über Ihre Projekterfahrungen in einem Open Data Projekt im öffentlichen Dienst.

Bei der Auswahl der Umsetzungsmethode galt es sich zwischen "klassisch" und "agil" zu entscheiden. Bei der Auswahl der Vorgehensweise des Projekts war Wasserfall wegen seiner sequentiellen Struktur, die die Dauer des Projekts maßgeblich beeinflusst hätte, nicht akzeptabel. Als alternativer Framework war Scrum alleine nicht geeignet, da einige Projektteile nicht ein Mindestmaß der Anforderungen erfüllt hätten.

Stattdessen wurde eine Kombination der beiden Umsetzungsmethoden verwendet: Wasserfall als Projektplanungsrahmen, um eine Planungssicherheit für alle Beteiligten bereitzustellen und Scrum für die Projektteile, in denen flexible Anpassungen erforderlich waren. Daher wurde als Methode "Wasser-Scrum-Fall" ausgewählt und erfolgreich eingeführt. Sie wies darauf hin, dass Scrum und agiles Anforderungsmanagement im öffentlichen Dienst genutzt werden kann, um nicht nur existierende Vorgehensmodelle zu ersetzen, sondern sie sinnvoll zu ergänzen.



Anforderungen spielerisch erheben

Nach der Mittagspause moderierten Alina Kukarina und Christian Kretschmer von Cassini Consulting Süd GmbH ein kleines Quiz. Fast alle Teilnehmer nahmen mit Hilfe ihres Smartphones daran teil.

Anhand solcher Methoden wurde gezeigt, was alles bei der Erhebung und Bewertung von Anforderungen möglich ist.

Ganz nebenbei konnten die Teilnehmer ihr Wissen in den Themengebieten

  • Prinzipien agiler Methoden
  • Das KANO-Modell
  • Einsatz von Kreativitätstechniken
  • Checklisten und Matrixmethoden
  • Einsatz von Rollenspielen

testen. Am Ende des kurzweiligen Spiels wurden die drei Sieger geehrt.


Mit dem Workshop spielend zum Abschluss

In dem abschließenden Workshop ging es in dem ersten Teil mit Pair Oregami um das Zusammenspiel von Product Owner und Entwicklung.

Phillipp Diebold vom Fraunhofer IESE stellte den Teilnehmern jeweils im Zweier-Team die Aufgabe ein Oregami zu basteln. Dabei gab es drei unterschiedliche Schwierigkeitsgrade:

  • PO und Entwickler sehen die Anleitung und den Fortschritt am Ergebnis gemeinsam
  • Entwickler sieht die Anleitung nicht, aber PO sieht den Fortschritt am Ergebnis
  • Entwickler sieht die Anleitung nicht, PO sieht den Fortschritt am Ergebnis nicht

Alle Teams stellten fest, dass viel Kommunikation untereinander für ein gutes Ergebnis nötig ist. Und sie  haben es geschafft, ihren individuellen Dinosaurier-Kopf zu vollenden.

Gemeinsam mit Herrn Thomas Zehler, Fraunhofer IESE nahmen sie Challenges sowie Lösungen / Best Pracatices zum Thema Anforderungsmanagement von den Teilnehmern auf und strukturierten diese.

Zum Abschluss gab es ein sehr positives Feedback und ein Dankeschön an die Organisatoren. Der Teilnehmer freuen sich schon auf die nächste Veranstaltung am 27.11.2018 zum Thema "Skalierung von Agilität im Unternehmen".


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