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Agile Jonglage mit Fokus!

Jongleure im täglichen Zirkus

Die moderne Arbeitswelt mit all ihren Veränderungen und auch die aktuelle Lage hat uns zu Jongleuren gemacht. Wir sind Meister darin alle Bälle in der Luft zu halten und immer mehr Bälle in die Jonglage aufzunehmen.

Wir bewältigen immer mehr Aufgaben, haben mehrere Projekte nebeneinander laufen und stemmen unsere privaten Themen eben nebenbei. Digitale Technologien, hohe Vernetzung und die damit verbundene ständige Erreichbarkeit und Kommunikation sind für uns Alltag. Wir spüren den Druck und die Belastung schon gar nicht mehr die dadurch entsteht, weil es sich mittlerweile so gewohnt und natürlich anfühlt.


Wenn wir aber in einer Situation in der unsere Höchstleistung gefordert ist, Ablenkung in unserer Jonglage zulassen, heißt uns anderen Aufgaben widmen oder gedanklich in vergangene oder zukünftige Ereignisse abdriften, verlieren wir an Konzentration. Somit passiert es automatisch, dass wir Fehler machen und wir uns mit unserem eigenen Denken selbst schwächen und schaden.


Was Multitasking mit uns macht

Auch der Neurobiologe Gerald Hüther ist der Überzeugung, dass Informationsflut und die Tendenz zum Multitasking dauerhaft unserem Gehirn schaden. Multitasking und auch die Angewohnheit alles gleichzeitig zu tun führt auf Dauer dazu, dass unser Gehirn dies als neue Gewohnheit abspeichert. Gewohnheiten und Autopilot-Prozesse werden von unserem limbischen System bei korrekter Durchführung belohnt und machen uns glücklich.
Problematisch ist nur, dass das limbische System nicht zwischen guten und schlechten Gewohnheiten unterscheidet. Dies in Kombination mit alltäglicher Überreizung und dem rasanten Tempo ist für unser Steinzeit-Gehirn eine Überforderung. Es schadet dauerhaft und wir können irgendwann das Wichtige vom Unwichtigen nicht mehr unterscheiden.

Multitasking schadet auf Dauer!

Multitasking und auch die Überreizung auf allen Kanälen verbraucht unglaublich viel Energie, führt zu einem erhöhtem Stresspegel und macht unzufrieden. Wer hat es nicht schon einmal erlebt, dass man am Ende eines Arbeitstages tausend Dinge getan hat aber das Gefühl hat nichts geschafft zu haben. Die Bearbeitung mehrerer Aufgaben ist zudem sehr ineffizient und dauert länger als eine nach der anderen abzuarbeiten. Außerdem erhöht sich durch fehlende Fokussierung die Fehlerquote.
Die Kommunikation, die gerade in diesen Zeiten so wichtig ist, verschlechtert sich dramatisch. Wir antworten mal eben und kurz, hören einander nicht zu und wissen am Ende auch gar nicht was der andere gesagt hat.

Kurz: Multitasking ist nichts für uns, wir müssen lernen achtsam und fokussiert vorzugehen.

Fokussiert vorgehen, bedeutet sich auf eine Aufgabe in diesem Moment voll und ganz zu konzentrieren und sich nicht von anderen Kanälen und Aufgaben ablenken zu lassen.

Get the Flow!

Im Agilen spricht man davon in einen Flow-Zustand zu kommen. Im Flow-Zustand schaffen wir es derart fokussiert und konzentriert bei einer Sache zu sein, dass das Bewusstsein geradezu mit den eigenen Handlungen verschmilzt. Unser Hochleistungssystem läuft automatisch und wir müssen uns nicht zur Konzentration zwingen- es läuft einfach. In diesem Zustand fühlt sich Arbeit nicht als Last an, sondern wir empfinden Freude und Spaß.  Jeder der sich achtsam und fokussiert auf ein Thema konzentrieren kann erledigt seine Aufgaben mit hoher Qualität, spürt Erfolgserlebnisse und ist zufrieden.



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Fokussierung in Kombination mit den agilen Werten

Nun arbeiten wir selten allein und auch sonst sind andere Menschen mit Erwartungen um uns herum. Da gehören neben der eigenen Achtsamkeit und der Fokussierung auf eine konkrete Aufgabe natürlich noch andere Werte und Verhaltensregeln dazu. Niemand sollte sich im Büro einschließen, nicht mehr kommunizieren und dafür in seinem Tunnel der fokussierten Aufgabenbewältigung verschwinden. Hier lassen sich hervorragend die anderen agilen Werte verknüpfen und machen das Bild rund.

Mut

Mut sich einer Aufgabe mit allen Herausforderungen und Risiken zu stellen. Den Mut zu haben andere Themen nach hinten zu priorisieren, zu vertrauen die richtigen Prioritäten gesetzt zu haben und im Zweifel die Konsequenz dieser Entscheidung zu tragen.

Offenheit

Offenheit in der Kommunikation, welche Aufgabe und welches Projekt sich gerade in der Bearbeitung befinden. Transparenz darüber wieviel Zeit und Raum diese Aufgabe in Anspruch nehmen wird und welche Unterstützung es benötigt. Offenheit reduziert Konflikte und führt zu einer kontinuierlichen Verbesserung in der Zusammenarbeit und in den Ergebnissen.

Respekt

Ein durch Fokussierung herbeigeführtes hochwertiges Ergebnis zeigt erhöhten Respekt im Umgang mit der Aufgabe und meiner Mitmenschen gegenüber. Respekt bedeutet aber auch, andere Meinungen und Stimmen zu zulassen und unterschiedliche Standpunkte in Betracht zu ziehen. Fokus bedeutet nicht egoistische Aufgabenbewältigung auf Kosten der Interaktion und eines respektvollen Umgangs.

Selbstverpflichtung

Das Commitment einzuhalten in einer bestimmten Zeit ein Ergebnis zu erzielen. Sich entsprechend als Team darauf verlassen zu können, dass eine Aufgabe auch zu 100 Prozent fokussiert und professionell ausgeführt wird.


Achtsamkeit als Anker für Fokussierung

In einen fokussierten Zustand, den "Flow", zu gelangen gelingt nur, wenn ich entspannt und gelassen bin. Die Stars in der Zirkusmanege nutzen die letzten Minuten vor dem großen Auftritt, um in einen Entspannungszustand zu gelangen, um dann die volle Leistung präsentieren zu können. Sie sind zu 100 Prozent bei sich, positiv und kennen ihre Stärken. Sie lassen alle negativen Gefühle und Gedanken ziehen und konzentrieren sich auf dem Moment.

Fokussiere Dich auf einzelne Aufgaben und arbeite sie konzentriert ab. Lass Dich nicht von anderen Faktoren ablenken und bleib bei Dir. Sei achtsam mit Dir und passe auf Dich auf.

Und übrigens… ein guter Jongleur ist immer fokussiert auf den Ball und das Werfen- nicht auf das Fangen. Es geht um Agieren, nicht um das Reagieren.

 

In diesem Sinne bleib gesund und im Flow!


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